Einschulung

„Zwei Dinge sollen die Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“ (J.W. von Goethe).

Schulpflichtig sind nach schleswig-holsteinischem Schulgesetz alle Kinder, die bis zum 30. Juni des laufenden Kalenderjahres sechs Jahre alt werden. Aber auch jüngere Kinder (sog. „Kann-Kinder“) können auf Antrag der Eltern eingeschult werden.

  1. Einschulungsgespräch
    Bereits ein Jahr vor dem eigentlichen Schulbeginn  findet in unserer Schule ein Informationsabend für die Eltern der zukünftigen Erstklässler statt. Hierzu werden alle Eltern der schulpflichtigen Kinder angeschrieben; aber auch Eltern, die eine vorzeitige Einschulung wünschen, sind natürlich herzlich eingeladen. Gleich nach den Herbstferien werden Eltern und Kinder zu einem Einschulungsgespräch in die Schule gebeten. Die Grundschule erfragt bei der Anmeldung die Personalien des Kindes und Angaben, die für den Schulalltag wichtig sind. Es folgt das Einschulungsgespräch (Dauer ca. 20 Minuten) zwischen der Schulleitung und dem Kind. Dabei wird auch festgestellt, ob z.B. die Deutschkenntnisse ausreichen, um erfolgreich am Unterricht teilnehmen zu können. Ist dies nicht der Fall, ist das Kind verpflichtet, vor der Einschulung an einem Sprachförderkurs  (SPRINT) teilzunehmen. Auch andere Auffälligkeiten können in diesem Gespräch angesprochen werden. Aber keine Angst: Für dieses Gespräch, das sehr spielerisch stattfindet, muss nicht geübt werden!

    Im Schulgesetz ist geregelt, dass alle schulpflichtigen Kinder eingeschult werden und dass sie nur aus gesundheitlichen Gründen für eine im jeweiligen Einzelfall zu bestimmende Dauer vom Schulbesuch beurlaubt werden können. Diese Beurlaubung wird auf die Schulzeit angerechnet. Darüber hinaus können zu früh geborene Kinder, deren errechneter Geburtstermin nach dem Schulpflicht-Datum gelegen hätte, vom Schulbesuch beurlaubt werden.

  2. Kooperation Schule - KiTa
    In der Zeit zwischen August und Januar besucht unsere Koordinationslehrerin die Kindergärten, um die zukünftigen Erstklässler in deren gewohnter Umgebung und in einer bekannten sozialen Gruppe zu sehen. Gespräche zwischen den Erziehern und unserer Koordinatorin sind jedoch nur möglich, wenn die Eltern eine schriftliche Einverständniserklärung in der KiTa abgeben.

    Ab Februar werden dann einzelne KiTa-Gruppen zu einer Schnupperstunde in die Schule eingeladen. In diesem Halbjahr findet dann auch die schulärztliche Untersuchung bei uns in der Schule statt. Auch dieser Termin wird den Familien schriftlich per Post bekannt gegeben.

  3. Einschulung und Eingangsphase
    Immer am ersten Mittwoch nach den Sommerferien werden die neuen Erstklässler feierlich eingeschult. Endlich sind sie wirklich Schulkinder!

    Die Verlässliche Grundschule garantiert allen Schülern den Unterricht innerhalb eines verlässlichen Zeitrahmens. Für die Kinder der 1. und 2. Jahrgangsstufe beträgt die verlässliche Schulzeit täglich vier Zeitstunden, für die Kinder der 3. und 4. Jahrgangsstufe täglich mindestes fünf Zeitstunden. Unsere Einteilung des Vormittags kann unter dem Punkt Schulzeiten angesehen werden.

    Mädchen und Jungen kommen mit unterschiedlichen Kenntnissen und Fähigkeiten in die Schule. Einige von ihnen lernen schnell, andere brauchen mehr Zeit. Einige können vielleicht schon lesen, wenn sie in die Schule kommen, andere kennen sich in der Welt der Zahlen aus. Wieder andere lernen nicht so leicht.

    Das Konzept der Eingangsphase nimmt genau darauf Rücksicht: Sie umfasst als pädagogische Einheit die ersten zwei Jahrgangsstufen und kann von den Schülern in einem, zwei oder drei Schuljahren durchlaufen werden. Das dritte Jahr wird nicht auf die Gesamtdauer der Schulbesuchszeit angerechnet.

    Offene Unterrichtsformen und vielfältige Formen differenzierten Arbeitens sind schon seit langem Prinzipien des Unterrichts an unserer Grundschule. Diese Unterrichtsformen, der lehrerzentrierte Unterricht, Wochenplanarbeit und andere Formen selbstgesteuerten Lernens gehören - wie auch die Entwicklung methodischer Kompetenzen – bei uns zum pädagogischen Konzept in der Eingangsphase.